Hilfe, mein Kind hat keine Freunde!

Kind hat keine Freunde

Oft sind Eltern besorgt, wenn sie merken: Ihr Kind hat keine Freunde! Diese Sorge ist bei Vielen besonders groß, wenn ihr Kind in der Pubertät keine Freunde hat. In diesem Artikel findest du mögliche Gründe, warum dein Sohn keine Freunde hat und wie du Ihn dabei unterstützen kannst Freundschaften zu knüpfen, aufzubauen und zu pflegen.

Freundschaften sind wie Abenteuer!

Sie machen Spaß, sind spannend und abwechslungsreich. Durch Freundschaften lernt dein Sohn neue Sichtweisen kennen, sie geben ihm Sicherheit, steigern sein Selbstwertgefühl und bieten ihm viele Entwicklungsmöglichkeiten. Besonders in der Pubertät sind freundschaftliche Beziehungen außerhalb der Familie wichtig. Sie helfen den Jugendlichen bei der natürlichen Abgrenzung von den Eltern und der Neuorientierung hin zum Erwachsenen. Denn dein Sohn braucht trotzdem jemanden, dem er Nahe steht und mit dem er über seine Probleme, wie z.B. Liebeskummer oder Stress mit den Eltern, reden kann. Das ist normal, denn die Pubertät ist eine Zeit der Veränderung.

Kinderfreundschaften werden oft schon im Sandkasten geschlossen und sind eine gute Schule für das spätere Leben. Hier lernen wir bereits zu kommunizieren, zu teilen und Konflikte auszutragen. 

Aber was ist, wenn mein Kind Schwierigkeiten hat Freunde zu finden?

Alle Kinder sind verschieden und Manchen fällt es einfacher Kontakte zu knüpfen als Anderen. Doch woran liegt das und wann muss ich mir anfangen Sorgen zu machen? Es gibt viele verschiedene Gründe warum dein Sohn keine Freunde hat oder keine Freunde findet. Eine wichtige Frage ist, ob dein Sohn den Kontakt zu anderen selbst meidet oder ob er wegen seinem Verhalten eventuell ausgegrenzt oder gar gemobbt wird.

Geringes Selbstwertgefühl und Verunsicherung in Sozialen Netzwerken

“Ich bin nicht cool genug…!” Das geht in vielen Köpfen von Junge vor. Sie haben ein geringes Selbstwertgefühl und fühlen sich oft nicht gut genug, um z.B. mit Klassenkameraden befreundet zu sein. Dein Sohn steht sich womöglich selbst im Weg. Es entsteht ein Gefühl der Minderwertigkeit. Gerade Jungen verkriechen sich dann oft hinter der Playstation oder in Sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram oder Tik Tok. Sie verlieren sich in der virtuelle Welt, die ihnen einfacher erscheint als die reale Welt.  Das, Soziale Netzwerke in Wirklichkeit eine Scheinwelt suggerieren und “Follower” nur einen Freundschaftsersatz darstellen, durchschauen Jugendliche meistens noch nicht. Unbewusst werden sie unter Druck gesetzt. Wer macht die coolsten Tik Toks, wer hat die meisten Follower bei Instagram und wie viele “Like’s” bekommt mein Facebook Post?

Dein Kind ist einfach anders…

Beeinträchtigungen wie Ticks und Stottern, physische Behinderungen oder z.B. das Tragen einer Brille können dazu führen, dass dein Sohn Minderwertigkeitsgefühle entwickelt und deshalb wenig soziale Kontakte hat. Hänseleien und Mobbing können deinen Sohn dann sogar zum Außenseiter machen.

Bist du ein Vorbild für deinen Sohn?

Kinder lernen vor allem durch nachahmen. Mach dir stets bewusst, dass dein Sohn auch immer ein Stück weit DEIN Verhalten widerspiegelt. Wie gehst du auf Mitmenschen zu? Bist du höflich und tolerant? Trägst du Vorurteile mit dir rum? Bist du eher distanziert oder ein richtiger Menschenfreund?

So kannst DU deinen Sohn unterstützen 

Freundschaften lassen sich natürlich nicht erzwingen. Sie müssen behutsam entstehen, wachsen und gut gepflegt werden. Einige schüchterne Kinder brauchen oft nur einen “Kick”, um sich zu trauen auf andere Menschen zu zugehen. Besonders aktiven Kindern fehlt oftmals der Fokus auf ihre Mitmenschen, wenn es rundherum viel Ablenkung gibt. Was braucht dein Sohn?

Kleinkind- und Grundschulalter: Selbst das Zepter in die Hand nehmen…

Es kann hilfreich sein Treffen mit anderen Kindern zu arrangieren. Verabrede dich mit einer  anderen Mutter oder einem anderen Vater und den Kindern. Unternehmt etwas zusammen oder trefft euch im Park. Es ist wichtig, dass bereits eine gewisse Sympathie zwischen den Kindern und den Erwachsenen herrscht. Besonders gut funktioniert die Methode bei kleinen Kindern bis hin zum Grundschulalter. Solche Verabredungen sollten natürlich immer gemeinsam mit dem Kind getroffen werden.

Pubertät: Hier ist Teamwork gefragt!

Gerade in der Pubertät ist es besonders wichtig, dass dein Sohn selbst versteht, warum er keine Freunde hat. Setz dich mit deinem Sohn zusammen. Seid ein Vater-Sohn-Team und überlegt gemeinsam: Wie ist sein Verhalten gegenüber seinen Mitmenschen? Was könnte ausschlaggebend dafür sein, dass er wenig soziale Kontakte hat? 

ACHTUNG: Plane nicht im Alleingang, denn damit riskierst du ein Ablehnungsverhalten bei deinem Sohn. Du solltest auch nicht allzu häufig das Thema “Freunde finden” ansprechen. Es könnte deinen Sohn schnell verunsichern. Womöglich bekommt er das Gefühl, dass etwas mit ihm nicht stimmt und er sich ändern müsse.

Das gewisse “Feintuning”

Manchmal braucht dein Sohn ein kleines Feintuning, am besten von seinem Vater. Hier findest du verschiedene Stellschrauben und Knöpfe mit denen du deinen Sohn unterstützen kannst.

Konfliktmanagement: 

Will er immer seinen Willen durchsetzen oder ist er kompromissbereit? Reagiert er beleidigt auf Meinungsverschiedenheiten und verkriecht sich? Dein Sohn kann lernen besser mit Konflikten umzugehen. Hilf Ihm dabei mit deiner eigenen Lebenserfahrung. 

Ausdrucksweise:

Manchen Jungen fällt es schwer ihre Meinung auszudrücken oder über sich und ihre Gefühle zu reden. Rede daher auf Augenhöhe mit deinem Sohn. Zeige ihm, dass es wichtig ist was er denkt und fühlt. So kann er sich zukünftig auch besser seinen Freunden mitteilen und findet z.B. in der Schule schneller einen Anschluss.

Respektiere deinen Sohn, wie er ist…

… denn so ist er nun mal und das ist gut und einzigartig! Leider hören die Jungs das selbst nur sehr selten. Meistens wird ihnen nur gesagt, was sie falsch gemacht haben oder was sie ändern müssen. Das versperrt oft den Blick auf die guten Sachen und das sind jede Menge! Sag ihm immer wieder was er gut kann und freue dich einen so tollen Sohn zu haben!

Sei ein Vorbild…

… und zeige deinem Sohn wie man mit fremden Menschen in Kontakt tritt. Sei höflich zu deinen Mitmenschen und sprich öfter mal fremde Menschen an. Beginne z.B. einfach im Alltag beim Einkaufen einen Smalltalk mit einer unbekannten Person. Dein Sohn wird dich zukünftig nachahmen und so leichter neue Kontakte knüpfen. Besonders Kinder, die sich in größeren Menschenmengen unwohl fühlen, sollten hin- und wieder üben fremde Menschen anzusprechen. Das geht im Einkaufszentrum, im Schwimmbad oder im Restaurant. Lass dein Kind einfach mal die Tickets lösen oder das Essen bestellen. Das wird im Laufe der Zeit immer besser funktionieren. Ängste werden abgebaut und das Selbstbewusstsein wächst. 

Teamgeist

Teamgeist schweißt zusammen und lässt Freundschaften entstehen. Helfe deinem Sohn dabei einen Teamsport zu finden. Das kann auch ein anderes Hobby sein. Hauptsache der Teamgeist ist gefordert und dein Sohn hat Bock.

Selbstvertrauen

Unterstütze deinen Sohn dabei sein Selbstvertrauen zu steigern. Mehr Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen ist oft die Lösung zu ganz vielen Herausforderungen.

Liegt es an mangelndem Selbstwertgefühl, dass Dein Sohn keine Freunde hat, dann unterstütze ihn dabei, sein Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl zu steigern.

Übrigens: Mehr Selbstwertgefühl geht fast immer. Und ist die Lösung zu vielen Herausforderungen. 

Zeit zusammen verbringen

Zeit zusammen zu verbringen ist für Vater und Sohn manchmal gar nicht so leicht. Oft sind die Väter beruflich stark eingebunden und wenig zu Hause. Macht doch mal Urlaub zusammen?! Nur DU und DEIN Sohn. Männers – Urlaub für Vater & Sohn bietet tolle Abenteuer, die genau dafür gemacht sind, deinem Sohn mehr Vertrauen in sich selbst zu schenken, ihn aus der virtuellen Welt zu locken und real erfahren zu lassen, wie wertvoll und einzigartig er ist, auch ohne die Bestätigung aus sozialen Netzwerken.

Besonders im Männers-Programm “Lauter starke Jungs” wird den Jungs zu einem besseren Selbstwertgefühl verholfen. Das wirkt sich auf viele Lebensbereiche, wie zum Beispiel Freundschaften positiv aus. Väter können erleben, wie sie ihren Sohn langfristig dabei unterstützen können, aufrecht und mit Stolz durchs Leben zu gehen.

Nicht zu viel Druck aufbauen und einfach mal raushalten

Schaue auf deinen Sohn. Wenn er mit seiner Situation zufrieden ist und er sich nicht beklagt, dass ihm Freundschaften fehlen, dann sollten sich Eltern raushalten. Jeder Mensch hat seine eigene Persönlichkeit und geht seinen eigenen Weg. Freundschaften lassen sich nicht erzwingen, schon gar nicht durch Einmischen der Eltern. 

Jüngeren Kindern reichen oft ihre sozialen Kontakte aus dem Kindergarten oder der Schule. Sie sind zufrieden, wenn sie am Nachmittag ihre Ruhe haben für sich spielen können. Nur wenn du bemerkst, dass es deinem Kind zusetzt, dass es keine Freunde hat, solltest du das Thema ansprechen. 

Wenn dein Kind von guten sozialen Kontakten aus der Familie umgeben ist, dann sind Freundschaften nicht zwangsläufig notwendig. Einigen Kindern reichen Eltern und Geschwister als soziale Kontakte vollkommen aus. Das kann allerdings mit der Zeit zu Eigenbrötlerei führen, da einfach der Input von Außen fehlt. Daher ist es stets gut offen für andere Menschen zu sein und sollte bei den Kindern gefördert werden. 

 TIPP: Im Vater und Sohn Urlaub mit Männers Reisen das Selbstvertrauen von deinem Sohn steigern, ihn aus der virtuellen Welt abholen und real erfahren zu lassen, wie wertvoll und einzigartig er ist!

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