Costa Rica – 2 – Die Anreise

Geschrieben von Ingo und seinem Sohn Eric

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    “Auf zu fernen Landen”

    Frühzeitig, wie es die Art der Westfalen ist, machten Eric und Ingo sich auf dem Weg, um pünktlich bei Bergmenschen und ihren irrwitzigen Flugmaschinen anzukommen.

    Ihre Reise führte sie durch Lande, in welchen Arbeit und dessen Auswirkungen Natur und Mensch geprägt haben.

    Kohlenstaub habet sich in den Gesichtern und Herzen der Menschen festgesetzt. Kein Trank ward gereicht an den Wegen und Pfaden, kein freundliches Gesicht schaute aus den Fenstern gastlicher Häuser. Grusel beschlich die Wanderer auf Ihrem Pfad.

    Weiters ging es durch ein gar flaches Land, das im Westen lag und dennoch über und über mit orientalischen Blumen bedeckt war.

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    Ein Land, in welchem sich Windmühlen drehten und die Menschen in hölzernen Schuhen liefen.

    Hier waren die Menschen frohgemut, doch sie sprachen eine gruslige Sprache. Sie brachten Laute hervor, deren Geräusch Angst und Schrecken verbreitet. Tiere des Waldes und des Himmels flohen vor den garstigen Kehllauten. Eric und Ingo jedoch waren nicht verschreckt, denn sie erkannten hinter den fürchterlichen Lauten

    Nach dem Land der Windmühlen erreichten Eric und Ingo denn das hohe Bergland. Wie es häufig ist, verbirgt sich hoher Lohn hinter hohem Einsatz und so ward der beschwerliche Weg gelohnet vom Anblick hoher Gipfel und grüner Täler, von der Schönheit alpiner Natur.

    Und in der Wiege der Berge bargen die Bergmenschen Ihre wundersamen Flugmaschinen. Befremdlich waren diese Maschinen, groß wie ein Haus, weiß wie der erste Schnee, verziert mit einem strahlenden Rosenrot und auf der Seite prangte der Schriftzug “Edelweiss”, denn diese zarte Blume ist das Wahrzeichen dieser Menschen.

    Eric und Ingo betraten bänglich, doch forsch die Flugmaschine. Wie groß war ihr Erstaunen, als sie feststellten, dass sich hunderte von Menschen mit Ihnen zusammen in die Lüfte erheben sollten. Ein jeder hatte seinen Platz in der wundersamen Maschine und wurde von zarten, leicht gekleideten Geschöpfen zu seinem Orte gewiesen.

    Windmühle in den Niederlanden

    Alsbald erhob sich ein Fauchen wie von einem großen Drachen, mit welchem sich die Feuerschleusen der Flugmaschine öffnete. Eric und Ingo fühlten sich wie von Riesen in den Sitz geworfen, als die Maschine sich wie von unbändiger Kraft getrieben nach vorne und alsbald in die Höhe katapultierte. Ein erschrockener Blick aus einem der Fenster offenbarte ihnen das Wundersame: sie schwebten bereits hoch über den letzten Wipfeln der Bäume, ja sogar weit über den Gipfeln der Berge und betrachteten fürderhin die Berge und sogar die Wolken von oben.

    Die Flugmaschine flog Stunde um Stunde mit Ihnen dahin und sie sahen von oben Berge, Marschen, Wälder und dann schier endloses Wasser. Dies mußte, so folgerten Sie, der große Ozean im Westen sein. Wie war es nur möglich, dass sich eine menschengemachte Maschine aufmacht, dieses im Ganzen zu überspringen?

    Das Fauchen der Feuerschleusen riss nicht ab und Eric und Ingo fragten sich, wer wohl das Feuer schüren möge und wo in der Maschine der gigantische Vorrat an Brennholz lagert. Doch die Beantwortung dieser Fragen bleibt wohl auf immer das Geheimnis der Bergmenschen, denn die zarten Geschöpfe, die die Reisenden bedienten, wußten sehr wohl einen allzu großen Entdeckerdrang zu unterbinden.

    Flugzeug Edelweiss

    Es mag bei all den Wundern schier unmöglich erscheinen, aber unsere beiden Entdecker fielen letztendlich doch in einen Schlaf der Erschöpfung. Als sie wieder erwachten, wähnten sie sich noch über dem Ozean, so weit und gleichförmig erschien ihnen der Blick nach unten, doch weit gefehlt: was dort unter Ihnen im saftigen Grün schimmerte, war der Wald der Reichen Küste.

    Im Sinkflug der Flugmaschine wurden immer mehr Einzelheiten kenntlich. Je näher sie kamen, umso vielzahligere Details wurden ihnen offenbar, bis die Flugmaschine letztendlich mit einem merklichen Ruck auf dem Boden aufsetzte und wie ein Ochsenwagen zum nächsten Gebäude rollte.

    Nicht genug der Wunder, hatten die Menschen der Reichen Küste doch ein ebensolches Gebäude errichtet, wie es auch die Bergmenschen taten. Hier durften Eric und Ingo die Flugmaschine verlassen und wurden alsbald freundlich, aber bestimmt nach dem Inhalt Ihrer Bündel gefragt. Es war den beiden leidlich möglich, die Fragen zu verstehen und auch zu beantworten, denn das örtliche Idiom entstammt dem Hispanischen, welches Ingo auf seinen Reisen studieret hat.

    Die Menschen der Reichen Küste nennen Ihr Land in ihrer Sprache “Costa Rica” und im folgenden verwenden auch wir diesen Begriff.


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      Über den Autor
      Ingo der Landschaftsbaumeister wurde geboren Anno 1970. Trotz seiner rüpelhaften Schulzeit versuchte er sich hiernach an den feinen Künsten der Mathematik, mußte jedoch alsbald einsehen, dass er mehr den einfachen Freuden des Lebens zugeneigt war und erlernte die Errichtung steinerner Gebäude. Im weiteren Lebensweg erkannte er früh das Bestreben der Menschen, trockenen Fußes zu gehen und spezialisierte sich auf den Bau neuartiger Makadamwege. Hiernach entdeckte er im mittleren Alter seine Liebe zur Natur und deren Gestaltung und wurde ein Meister der Gestaltung naturähnlicher Wohnumgebungen

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