Mit den Kids im Zauberwald

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    Ja genau, schon wieder Strohwitwer. Und das schon seit mehreren Tagen. Also was tun mit den Kindern, denen die Flöhe irgendwie in den Po eingepflanzt wurden. Ach ja, da gibt es doch so ein Waldstück, das ich aus meiner Kindheit kenne, dem Zauberwald. Das ist in der Nähe aber doch weit genug von daheim weg, dass die Kids am Abend dann müde und hoffentlich zufrieden ins Bett fallen und sich dann fein gähnend ins Träumeleland verabschieden.

    Ok, dachte ich mir, das tun wir. Schön habe ich die Geschichte von unserem „Ausflug“ aufbereitet. „Wir gehen in einen Zauberwald, da ward ihr noch nie“ sagte ich um Spannung zu erzeugen. „Dort war ich schon als Kind und habe bis heute niiiieeeeeeemandem davon erzählt. Ihr seid die Ersten. Dort gibt es Dinge, die habt ihr noch nie gesehen. Soll ich euch davon erzählen?”

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    Es funktionierte! Die Kinds saßen beide vor mir, der Mund war so halb geöffnet und sie hörten mir gespannt zu. „Weiterreden“ dachte ich mir, „sie sabbern noch nicht“! An Max gerichtet sagte ich: „in dem Wald gibt es auch Fallen für Tiere, die können wir uns anschauen und vielleicht ist da sogar ein gefährliches Tier drin“. Maxis Mund ging ein wenig weiter auf, Sabber sah ich noch nicht. Zu Lily sagte ich: „und, wie gesagt, das ist ein Zauberwald. Dort gibt es manchmal Elfen oder Feen oder wie heißen die kleinen Dinger mit Flügeln“? „Feen, Daddy“ meinten beide fast einstimmig.

    „Verheeeext“ schrie dann Lily! Das ist das neueste aus der Schule, wenn zwei das Gleiche sagen, schreien beide im Chor: „Verhext“! Ok, mit diesem „verhext „war das mystische an meinen Erzählungen weggehext. Aber es hatte gereicht: Sie wollte in den Zauberwald…und zwar sofort und auf der Stelle. Na dann, mal los. Gummistiefel anziehen, Jacken in den Rucksack und eine zweite Hose zur Sicherheit.

    Dann waren wir schon unterwegs. Ich hatte ein Ziel vor Augen, es war der Zauberwald. Die Kids waren im Flow. Der erste Stopp war ein Schneckenhäuschen, das unschuldig, ohne Schnecke herumlag und Maxi geradezu anschrie: „nimm mich auf und untersuche mich. Und zwar seeeehhhr gründlich“. Ich dachte mir: „Warum muss diese Schnecke ihr Haus genau vor meinem Haus ablegen“?

    Am Ende der Einfahrt nämlich lag es, Maxis erstes Ding der Begierde. Na weit sind wir ja noch nicht gekommen, so 15 Meter. Egal, dachte ich mir und brachte mich auch irgendwie in den Flow. Fast hatte ich es geschafft, als Lily rief: „wo seid ihr denn ihr lahmen Schnecken“. „Gut“, dachte ich mir, „passend zu Maxis Schneckenunterkunft“!

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    Ich konnte Max dazu überreden, sein Schneckendingsbums einzustecken und später zu untersuchen. Nur nicht vergessen, dachte ich mir, bevor die Jacke in die Waschmaschine wandert. Vielleicht ist ja noch eine Schnecke drin.  

    Wir überquerten wackelige Brücken unter denen wohl Trolle hausen, rannten über eine Wiese  um Verfolger abzuschütteln, duckten uns hinter Büschen wenn ein Auto vorbei fuhr und stapften durch Kinder einsaugende Sümpfe um dann endlich wohlbehalten am Eingang des Zauberwaldes anzukommen. Und da war er, der Wächter des Waldes. Weiß leuchtend hing er da am Baum auf einem Ast und überwachte mit seinem hämischen Grinsen den Eingang in den mystischen Wald: der Schädel von einem Schaf vermutlich, fein säuberlich aufgesteckt in Kopfhöhe.

    Das ist der Anfang des Ausfluges, da passierte noch einiges. Und… die Kids schliefen traumhaft gut, tief und bis in die Puppen. 06:00 war dann Tagwache. Perfekt!

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      1 comment
      1. Lieber Anton,
        deine Geschichten und deine Beharrlichkeit im Engagement für Kinder und Väter sind bewundernswert. Danke.
        Auch wir sind mit unseren VaterKind-CAMPs im Osten Österreichs in selbiger Sache underwaygs, wenn auch nicht annähernd SOOO professionell.
        Alles Gute dir /euch!

        Klaus Podirsky

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