Mit den Kids im Zauberwald 2

Bei unserem Ausflug in den Zauberwald waren wir also genau dort angekommen. Am Eingang zum Wald. Und wir wurden empfangen von einem skelettierten Schädel, vermutlich eines Schafes, der weiß in der Sonne leuchtend, in Kopfhöhe auf einem Ast aufgesteckt war.

Hier findest du Teil 1 der Geschichte

An dem müssen wir also vorbei, am Wächter des Waldes. Nur wie, fragten wir uns alle, vor allem aber die Kinder. Max starrte ganz ehrfürchtig nach oben, direkt in die riesigen Augenhöhlen des Schafskopf-Schädels. Lily nahm meine Hand und auch sie war ganz leise und voller Respekt vor dem Kopf, der da so auf dem Ast rum hing.

Schafskopf

Max brach das Schweigen: „ist der TOT?” Fragte er mit leiser Stimme. Ja Max, der ist ganz sicher tot. Und wie bewacht er dann den Zauberwald. Der macht das mit seinen Kräften. Aha, und wie ist er gestorben? Das war sicher ein Tierjäger meinte Lily. Oder ein Menschenjäger der nicht gesehen hat, dass das ein Schaf ist, meinte Max. Ok dachte ich mir, auch meine Kids haben bereits erkannt, das es Menschen gibt, die sich verhalten wie Schafe und es sogar Menschen geben soll, die zumindest so ähnlich aussehen. 

Ich fragte die Kinder, ob ich ihn herunterholen soll und bevor sie antworten konnten hatte ich ihn schon vom Baum gefischt, den Schafskopf.  Achtung Daddy, sei vorsichtig, die Kräfte. Ist OK, alles gut. Ich bin euer Vater! Passt alles. Gemeinsam begutachteten wir den Schädel und die Kids fragten mich über alle möglichen Löcher, Gänge, Höhlen die ein Schädel so hat,  aus. Vieles konnte ich beantworten, manches nicht.

Bis Maxi fragte, was denn das Braune da drinnen ist? Ich sah nach, konnte es aber auch nicht sagen. Wie schon so oft könnte da der Geruchsbestimmungs-Test helfen. Also Nase an das Loch und tief einatmen. Oh mein Gott, es war furchtbar. Der süßliche Duft von einem verwesenden Rest eines Schafsgehirns strömte tief in mein Innerstes.

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Was ist los Daddy, fragte Lily, du hast ja ganz rote Augen. Ich sagte mit erstickter Stimme: da drinnen riecht es streng. Lily: Darf ich auch mal riechen? Na gut, meinte ich, aber vorsichtig. Beide rochen daran und… schwupdiwup hatte wir alle drei rote Augen und würgen um die Wette.

Als es schon wieder besser ging fragte Max was das ist, was da so stinkt. Ich sagte, es ist wohl ein Teil des Gehirns. Stinkt mein Gehirn auch so, fragte er. Nein, weil Deines ja lebt und arbeitet. Max: also wenn es arbeitet, dann stinkt es nicht! Fast, es geht darum, das es in einem lebenden Körper sein muss.. Es gibt genug lebende Gehirne die nicht arbeiten und wahrscheinlich trotzdem nicht stinken. Es folgte eine kurze Denkpause der Beiden.

Kann man das Gehirn essen? fragte Max. NEIN! Geht’s dir gut? Max meinte: ich dachte nur, wenn man Gehirn isst, wird man schlau. Ich: aber doch nicht vom Schaf. Jetzt war es Zeit los zu stapfen, durch den Wald auf eine Lichtung und runter zum Schwarzsee. Nach 4 abenteuerlichen Stunden waren wir wieder zuhause. Voller Eindrücke und sicher etwas schlauer. Auch ohne ein Gehirn zu essen.

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