Mit den Kids im Stöcke-Paradies

Stöcke im Wald

Max ist irgendwie wie ein kleiner Welpe. In vielerlei Hinsicht und vor allem, wenn er einen Stock sieht. Wie ein kleiner Hund liebt er Stöcke. Nicht zum werfen sondern zum tragen und sammeln. Für mich ganz normale Stöcke sind für ihn alles außer ein normaler Stock. Von der Hacke über eine Pistole  bis zu einem ausgewachsenem Schwert für Ritter kann so ein Stock alles sein.

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    Welpe mit Stock

    “Ein bisschen ist Max schon wie ein Welpe wenn es um Stöcke geht”

    In unserer Einfahrt, direkt vor dem Gatterl, das als Abkürzung zur Haustüre dient, liegt sein Stockhaufen. Ganz ehrlich, er sieht Scheisse aus, so wie er da herumliegt. Vor kurzem, als der Sommer so tat als ob er kommen würde, wollte ich ein Feuerchen bei unserer Feuerstelle im Garten machen. Ganz vorsichtig fragte ich meinen Sohn, ob ich denn ein oder vielleicht 2 seiner Stöcke haben konnte um ein „gefährliches“ Feuer zu machen. Ich dachte, mühsam ernährt sich das Eichhörnchen und so nach 2 bis 300 Feuerchen wäre auch sein Haufen weg.

    Nix da, „besser nicht“ meinte er. „Nimm doch bitte anderes Holz.“ Gut, wenn nicht mal ein „gefährliches“ Feuer zieht. Dann lass ich ihm halt seine Stöcke. Ein Welpe halt. Heute aber gingen wir auf den Berg. Das Wetter war so lala, ich wollte aber rauf und die Kids mit der passenden Geschichte dann auch. Oben angekommen ging es ein Stöckchen, nein Stückchen durch den Wald. Und da lagen sie herum, zu tausenden, Maxis Objekte der Begierde. Stöckchen, Stöcke, Äste und Bäume zu Hauf. Seine Augen wurden riesig, als er dieses Stockparadies entdeckte.

    Meine Augen wurden eher feucht, als ich daran dachte die Stöcke erst vom Berg ins Tal und dann ins Auto zu packen um sie danach in meiner Einfahrt liegen zu sehen.

    Schon beim ersten Stock blieb Maxi stehen, begutachtete das Prachtstück und legte es ganz vorsichtig wieder zurück. Ich fragte ihn, was denn mit dem Stock los ist. „Warum passt der denn nicht“?“ Der ist ein wenig schmutzig“. „Aha, ich verstehe“, war meine Antwort. Aber es waren „ja noch genügend da. Alle 2 Schritte lag so ein Stock. Und… der Dritte war es dann. Sein Stock. „Daddy, kannst Du den bitte für mich tragen“. „Nein, Max, es ist deiner und den trägst du selber. Aber du kannst ihn hier lassen und verstecken. Wenn wir wieder runter kommen, nehmen wir ihn vielleicht mit“.

    Und genau so machte er es. Mit ganz vielen Stöcken. Fein säuberlich verräumt, so dass sie niemand mehr finden konnte. Und dann fand er ihn, den Superstock. Und er war so super, dass er auch mir gefiel. Jetzt war es unser Stock. Lang war er und glatt. Ohne Rinde und perfekt geformt. Er begleitete uns rauf auf den Berg und auch wieder runter. Und er liegt nicht in unserer Einfahrt, sondern durfte sich mit seinen Artgenossen ganz entspannt an einen Felsen lehnen. Dort standen noch ganz viele andere Stöcke und sogar Maxi fand es eine gute Idee, unseren Superstock dort dazu zu lehnen. Aber nur bis zu unserem nächsten Besuch.

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